Gesprächsstoff

Alpen Film Festival meets Bergfilmfest Tegernsee am 6. April im Ballhaus Rosenheim

Die schönsten Bergfilme des Jahres aus zwei Filmfestivals: Alpen Film Festival meets
Bergfilmfest Tegernsee am 6. April im Ballhaus Rosenheim

Die schönsten Bergfilme des Jahres haben die Teams vom
Bergfilmfestival Tegernsee und des Alpen Film Festival für einen einzigartigen Abend im
Ballhaus Rosenheim zusammengestellt. Endlich darf das Publikum aus der Heimat des Alpen
Film Festivals das deutschlandweit erfolgreichste Bergfilmprogramm sehen, und wird dabei
vom Festivalleiter Tom Dauer spritzige und kompetent durch den Abend geführt. Am Sonntag,
den 6. April wird dieses einmalig Erlebnis im Ballhaus stattfinden.

„Zusammen weiter“, ist das Motto des Filmabends. Inspiration, Lebensfreude, Poesie,
Mutmachen und Gaudi sind die filmischen Inhalte. Der Abend verspricht ein Treffen der
Bergsportszene des Oberlands zu werden. Das Programm dauert circa 2h. Da die Veranstaltung
schon fast ausverkauft ist, wird eine baldige Reservierung empfohlen.
„Unser Konzept, Bergfilme mit Anspruch, Humor, mit Freundschaft und Bergliebe zu gestalten
hat sich unglaublich bewährt“, so die Festivalleiter Tom Dauer „Das Publikum in Deutschland
hat uns dafür belohnt und zur schönsten Bergfilmtour gewählt.“ Und damit nicht genug, die
Kinoverbände sagen: „Das Alpen Film Festival ist das erfolgreichste Programm in seinem
Genre.“

Sicher ein Höhepunkt des Abends wird der Beitrag des Bergfilmfestivals Tegernsees sein: Der
Gewinner des Publikumspreises und zugleich bester Nachwuchsfilm: „Irans Frauen“ zeigt in
einem wunderschönen filmischen Schreibstil und gewaltigen Bildern ein schier unglaubliches
Familienleben zweier Ehefrauen, die nur versehentlich den gleichen Mann geheiratet haben. Der
plant nun eine Dritte zu finden. (Spielzeit 15 Minuten). Das Alpen Film Festival liefert weiter vier
Filme. (ca. 105 Minuten)

Synopsis der vier Filme, die zwischen 2,5 Minuten und 35 Minuten lang
sind.

In Matsch, Tränen und Blutblasen ertränken die beiden Trailrunerinnen Magdalena Kalus und
Susann Lehman den Traum vom Eiger Ulra Run, zunächst.
Mit einem modernen, zugleich traditionellen Musikfilm in schwarz weiß zeigen zwei Handwerker
die illustren Facetten von Freundschaft zwischen Wahnsinn und Wahrhaftigkeit.
Topalpinist Michael Wohlleben kann im Schweizer Alpsteinmassiv auf ein halbes Dutzend
seiner besten Freunde sowie auf die Seelenverwandtschaft mit einer Almerin bauen. Das Resultat
ist seine schwierigste Erstbegehung. Aber auch die Gewissheit, dass geteiltes Glück das größere
ist. Am Ende des Programms macht ein satirischer Kurzfilm klar, dass im Drama immer auch
Komödie steckt.
Beginn: 19:30h
Open Doors: 19.00h
Ende ca: 22.00h
Eintrittspreis 22 € erhältlich über https://www.ballhaus-rosenheim.de/events/

Filmbeschreibungen:
LUCKY PEACH
von und mit Magdalena Kalus und Susann Lehmann
Zwei Trailrunnerinnen stellen sich ihrer größten Herausforderung: dem „Eiger Ultra Trail“. Nach
ihrem ersten Versuch fragen sie sich, was Scheitern wirklich bedeutet – und wie sie damit
umgehen.
Magdalena Kalus und Susann Lehmann sind begeisterte Läuferinnen. Im Team wollen sie die
Langdistanz des „Eiger Ultra Trail“ bewältigen: 250 Kilometer, 18.000 Höhenmeter, non-stopp
mit einem Zeitlimit von 100 Stunden, einmal um das UNESCO-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch
herum. Vom Start in Grindelwald weg haben sie mit dem gebirgigen Terrain, unbarmherziger
Hitze, der Orientierung und ihren Mägen zu kämpfen. Nachdem die beiden Freundinnen 186
Kilometer lang Höhen und Tiefen durchlaufen haben, müssen sie das Handtuch werfen. Doch so
schnell geben die Ausdauerathletinnen nicht auf… wirklich gescheitert ist schließlich nur, wer
nicht wieder aufsteht.

IN DIE WEITE
von und mit Stefan Rosenboom und Norbert Leitner
Zwei Männer begeben sich auf Wanderschaft durch Österreich und schaffen im Rhythmus des
Gehens, im Rhythmus der Tage, mit jedem neuen Himmel eine Ode an die Freundschaft.
Norbert Leitner, Messermacher und Künstler aus Österreich, und Stefan Rosenboom, Fotograf
und Autor aus Deutschland, machen sich auf den Weg. 600 Kilometer wollen sie zu Fuß
bewältigen, aus dem Norden Österreichs durch das Waldviertel, über die Donau und quer durch
die Alpen bis zu den Hochebenen Kärntens. Der eine will seine Heimat erlaufen, der andere das
Zweisein feiern. Auf ihrem einsamen Weg durch ein leeres Land erleben sie Schönheit, wildes
Wetter, Erschöpfung und erlaufenes Glück. In erhabenen Schwarzweißbildern und szenischen
Filmsequenzen nehmen uns die beiden Freunde mit auf ihren Weg: still, und zugleich voller
Freude über das Gehen „In die Weite“.
FRAU IRANS EHEMANN
Marjan khosravi | Seven Spring Pictures IIran
Jurybegründung:
Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis und Bayern 2-Publikumspreis
Ein außergewöhnlicher iranischer Film, der sich durch atemberaubende Bildqualität auszeichnet
und die komplexen Beziehungen eines Mannes zu seinen zwei Ehefrauen und einer möglichen
dritten porträtiert. Kein Kommentar, nur ein rohes und ergreifendes Zeugnis im wunderschönen
filmischen Schreibstil von Marjan Khosravi.

BODHICHITTA
von Juliane Strebl und Johannes Mair
Unterschiedlicher, glaubt man, könnten Tun und Denken eines Kletterers und einer Sennerin
nicht sein. Doch Alm- und Wandleben, Extremsport und Handwerk haben Vieles gemeinsam.

Zwei Sommer lang pilgert Profialpinist Michi Wohlleben wieder und wieder zur Westlichen
Dreifaltigkeit im Schweizer Alpsteinmassiv, um seine Erstbegehung „Bodhichitta“ – das
buddhistische Streben nach Erleuchtung – frei zu klettern. Der steile und strukturlose Kalkstein
lässt ihn schier verzweifeln, doch Michi bleibt seiner rigiden Kletterethik beharrlich treu. Nicht
zuletzt, weil er in der Sennerin Agnes Gmünder eine Seelenverwandte findet. Diese verbringt die
Sommermonate auf der Alm Rheintaler Sämtis, und obgleich sie einen eher spirituellen Zugang
zum Berg hat, beobachtet sie Michis Treiben in der Vertikalen mit Respekt und Bewunderung.

THE PULSE OF THE SPIRIT (2,5 Minuten)
von Eicke Bettinga
Ein zweiminütiger Kurzfilm, der einen ebenso sentimentalen wie humorvollen Blick auf eine
Vater-Sohn-Beziehung wirft.
„Ich heiße Brian und arbeite als Einzelhandelskaufmann. Meine Leidenschaft ist, die Berge der
Welt zu besteigen.“ Mit diesen Worten stellt sich der 49-jährige Protagonist vor, der als weekend
warrior im hellblauen Trainingsanzug ein eisernes Übungsregime verfolgt. Allerdings seit Jahren
vergeblich, wie sein Sohn Phil in der Boulderhalle lakonisch kommentiert. „The Pulse of the
Spirit“ ist eine Tragikomödie im Schnelldurchlauf, der das Kunststück gelingt, die Absurdität des
menschlichen Gipfelstrebens ebenso mitfühlend wie hintergründig offenzulegen, ohne Vater und
Sohn der Häme und dem Gespött preiszugeben.

www.alpenfilmfestival.de